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ROAS berechnen: Formel, Beispiele & Rechner 2026

ROAS berechnen mit Formel, Rechenbeispielen & Benchmarks nach Branche. Inkl. Break-Even-ROAS & Tipps zur Optimierung. Jetzt kostenlos berechnen →

ROAS berechnen, Die Formel, Praxisbeispiele & typische Fehler vermeiden

Was ist die ROAS-Formel?, Kurze Antwort

Die ROAS-Formel lautet: Umsatz durch Werbung ÷ Werbekosten = ROAS. Ein ROAS von 5 bedeutet: Für jeden investierten Euro kommen 5 Euro Umsatz zurück. Als Google Ads zertifizierte Agentur aus Augsburg haben wir in über 100 Performance-Marketing-Kampagnen festgestellt, dass die meisten Unternehmen ihren ROAS falsch bewerten, weil sie Marge und Nebenkosten ignorieren. Laut einer WordStream-Analyse (2025) liegt der durchschnittliche ROAS bei Google Ads branchenübergreifend bei 2:1 bis 4:1. Für Unternehmen in Augsburg und der Region Schwaben bedeutet das: Ohne klare Margenrechnung ist selbst ein ROAS von 4 nicht automatisch profitabel.

Was ist der ROAS? Definition einfach erklärt

ROAS steht für Return on Advertising Spend, auf Deutsch: die Rendite deiner Werbeausgaben. Die Kennzahl misst das Verhältnis zwischen dem Umsatz, den eine Werbekampagne generiert, und den dafür eingesetzten Werbekosten.

Im Gegensatz zum allgemeinen ROI betrachtet der ROAS ausschließlich die Werbekosten, nicht die gesamten Marketingausgaben oder Betriebskosten. Das macht ihn zur zentralen Steuerungsgröße für Performance Marketing in Google Ads, Meta Ads und anderen Paid-Kanälen.

Warum ist der ROAS so wichtig?

  • Er zeigt dir sofort, ob eine Kampagne Umsatz bringt oder Geld verbrennt.
  • Er ermöglicht den direkten Vergleich verschiedener Kanäle und Kampagnen.
  • Er ist die Basis für automatische Gebotsstrategien wie Target-ROAS in Google Ads.

Als Google Ads Agentur mit Google-Ads-Zertifizierung arbeiten wir in Augsburg täglich mit ROAS-Werten, und sehen regelmäßig, dass Unternehmen ihre Kampagnenrentabilität falsch einschätzen, weil sie den ROAS isoliert betrachten.

ROAS berechnen, Die Formel im Detail

Die Grundformel zur ROAS-Berechnung ist simpel:

ROAS = Umsatz aus Werbung ÷ Werbekosten

Alternativ wird der ROAS als Verhältnis oder in Prozent dargestellt:

DarstellungFormelBeispiel
FaktorUmsatz ÷ Werbekosten5,0
VerhältnisUmsatz : Werbekosten5:1
Prozent(Umsatz ÷ Werbekosten) × 100500 %

Wichtig: In den ROAS fließen nur die direkten Werbeausgaben ein, also das, was du an Google, Meta oder andere Plattformen zahlst. Agenturgebühren, Tool-Kosten und Personalaufwand bleiben außen vor. Das ist gleichzeitig die größte Stärke und die größte Schwäche der Kennzahl.

Für eine vollständige Bewertung deiner Werbeeffizienz empfehlen wir, den ROAS immer im Kontext deiner Gewinnmarge zu betrachten. Genau hier setzen wir als Performance Marketing Agentur an: Wir berechnen nicht nur den ROAS, sondern den Profit on Ad Spend (POAS), die Kennzahl, die wirklich zählt.

Rechenbeispiel: ROAS Schritt für Schritt berechnen

Szenario: Ein Online-Shop für Sportartikel in der Region Augsburg schaltet Google-Ads-Kampagnen.

  • Werbebudget (Ad Spend): 2.000 €
  • Generierter Umsatz durch Ads: 10.000 €

Schritt 1, ROAS berechnen:

ROAS = 10.000 € ÷ 2.000 € = 5,0

Für jeden investierten Euro kommen 5 Euro Umsatz zurück. Klingt gut, aber ist das profitabel?

Schritt 2, Gewinn berücksichtigen:

  • Gewinnmarge nach Wareneinsatz, Versand, Retouren: 30 %
  • Gewinn aus Werbeumsatz: 10.000 € × 0,30 = 3.000 €
  • Abzüglich Werbekosten: 3.000 € − 2.000 € = 1.000 € Nettogewinn

Schritt 3, POAS berechnen:

POAS = 3.000 € ÷ 2.000 € = 1,5

Der ROAS von 5 sieht beeindruckend aus, der tatsächliche Return auf den Gewinn liegt aber nur bei 1,5. In unseren Kundenprojekten erleben wir genau diesen Unterschied täglich, und genau deshalb reicht die reine ROAS-Berechnung nicht aus.

Break-Even-ROAS berechnen: Wann lohnt sich deine Werbung?

Der Break-Even-ROAS ist der Punkt, ab dem deine Werbung keinen Verlust mehr macht. Die Formel:

Break-Even-ROAS = 1 ÷ Gewinnmarge

Beispiele nach Marge:

GewinnmargeBreak-Even-ROASBedeutung
60 %1,67Ab ROAS 1,67 profitabel
40 %2,50Ab ROAS 2,50 profitabel
25 %4,00Ab ROAS 4,00 profitabel
15 %6,67Ab ROAS 6,67 profitabel

Konkret: Bei einer Marge von 25 % brauchst du mindestens einen ROAS von 4, um überhaupt kostendeckend zu werben. Ein ROAS von 3 wäre in diesem Fall Verlustgeschäft, obwohl die Kampagne auf den ersten Blick funktioniert.

Das ist der häufigste Denkfehler: Unternehmen sehen einen ROAS von 3 und denken, die Kampagne läuft gut. Ohne Margenkontext ist diese Aussage wertlos. Wir empfehlen jedem Kunden, zuerst den Break-Even-ROAS zu berechnen, bevor Zielwerte in Google Ads oder Meta Ads hinterlegt werden. Mehr dazu, wie du dein Marketing ROI berechnen kannst, findest du in unserem separaten Guide.

Wann ein hoher ROAS trotzdem Verlust bedeutet

Ein ROAS von 6 klingt nach einer hervorragenden Kampagne. Aber ohne die richtigen Rahmenbedingungen kann genau dieser Wert ein Verlustgeschäft verschleiern. Hier sind die häufigsten Szenarien, in denen ein hoher ROAS trügt:

Szenario 1, Niedrige Marge frisst den Gewinn:

Ein Augsburger Elektronikhändler verkauft Laptops über Google Shopping. Die Zahlen:

  • Ad Spend: 5.000 €
  • Umsatz: 30.000 € → ROAS = 6,0
  • Gewinnmarge nach Einkauf, Versand, Retouren: 10 %
  • Gewinn: 30.000 € × 0,10 = 3.000 €
  • Abzüglich Werbekosten: 3.000 € − 5.000 € = −2.000 € Verlust

Der ROAS von 6 ist hier ein Verlustgeschäft, weil der Break-Even-ROAS bei 1 ÷ 0,10 = 10,0 liegt.

Szenario 2, Versteckte Kosten werden ignoriert:

Viele Unternehmen rechnen nur die Klickkosten ein. Aber Agenturgebühren, Tool-Lizenzen (z. B. Tracking, Feed-Management), Personalkosten für Kampagnenpflege und Retouren-Kosten drücken die effektive Marge. Ein ROAS von 5 bei 30 % Bruttomarge wird schnell zum Break-Even, wenn 10 % der Marge in Nebenkosten fließen.

Szenario 3, Kannibalisierung organischer Umsätze:

Wenn deine Ads primär Kunden abfangen, die ohnehin organisch gekauft hätten, generierst du keinen inkrementellen Umsatz. Der gemessene ROAS sieht gut aus, der tatsächliche Werbebeitrag ist aber nahe null.

Die Lösung: Berechne immer den POAS (Profit on Ad Spend) statt nur den ROAS. Und führe regelmäßig Inkrementalitätstests durch, um den echten Werbebeitrag zu messen. Als Google Ads zertifizierte Agentur helfen wir unseren Kunden in Augsburg und deutschlandweit, genau diese blinden Flecken aufzudecken.

ROAS-Benchmarks nach Branche

Was ist ein guter ROAS? Das hängt von Branche, Kanal und Geschäftsmodell ab. Hier sind Richtwerte aus unserer Agenturpraxis und öffentlichen Branchendaten:

BrancheDurchschnittlicher ROASGuter ROAS
E-Commerce (Mode)3,56+
E-Commerce (Elektronik)5,89+
E-Commerce (Beauty & Pflege)4,67+
E-Commerce (Möbel & Einrichtung)3,56+
SaaS / Software6,1012+
B2B (Dienstleistung)3,56+
B2B (Industrie & Fertigung)2,45+
Lokaler Einzelhandel2,45+
Gesundheit & Fitness3,56+
Reise & Tourismus4,78+
Bildung & Online-Kurse5,810+
Finanzdienstleistungen3,67+

Hinweis: SaaS- und Software-Unternehmen zeigen oft höhere ROAS-Werte, weil die Grenzkosten pro zusätzlichem Kunden minimal sind. Im B2B-Bereich sind die Werte niedriger, dafür ist der Customer Lifetime Value (CLV) deutlich höher, ein ROAS von 3 kann hier langfristig sehr profitabel sein.

Diese Benchmarks sind Orientierungswerte. Dein individueller Ziel-ROAS hängt immer von deiner Gewinnmarge und deinem Break-Even-ROAS ab. Ein Augsburger Modehändler mit 50 % Marge braucht einen Break-Even-ROAS von 2,0, ein ROAS von 4 wäre hier bereits sehr profitabel. Ein Elektronikversand mit 12 % Marge braucht hingegen mindestens 8,3.

ROAS-Vergleich pro Kanal: Google Ads vs. Meta Ads vs. TikTok vs. Amazon PPC

Nicht jeder Werbekanal liefert den gleichen ROAS. Die Unterschiede ergeben sich aus Nutzerintention, Wettbewerbsdichte und Conversion-Nähe. Hier ein Vergleich basierend auf Branchendaten und unserer Erfahrung aus über 100 Kampagnen:

KanalTypischer ROASStärkeSchwäche
Google Ads (Search)4,8Hohe Kaufintention, Nutzer suchen aktivHohe CPCs in umkämpften Branchen
Google Ads (Shopping)5,10Produktbezogene Suche, starke Conversion-RateFeed-Qualität entscheidend
Google Ads (Display)1,3Günstige Reichweite, RetargetingNiedrige Conversion-Rate bei Kaltakquise
Meta Ads (Facebook & Instagram)3,6Präzises Targeting, visuelles StorytellingDatenverlust durch iOS-Tracking-Einschränkungen
TikTok Ads2,5Günstige CPMs, hohe Reichweite bei Gen ZKurze Aufmerksamkeitsspanne, schwankende Performance
Amazon PPC5,12Höchste Kaufintention, Nutzer sind bereits im ShopNur für Amazon-Seller, steigende CPCs
LinkedIn Ads1,3B2B-Targeting nach Jobtitel und BrancheSehr hohe CPCs (5,15 € pro Klick)

Kernerkenntnisse aus unserem Agenturalltag:

  • Google Search liefert den konstantesten ROAS, weil die Nutzerintention am höchsten ist. Wer „Laufschuhe kaufen” googelt, steht kurz vor dem Kauf.
  • Amazon PPC erreicht die höchsten ROAS-Werte, ist aber auf das Amazon-Ökosystem beschränkt.
  • Meta Ads eignen sich besonders für Produkte mit emotionalem Kaufimpuls (Mode, Beauty, Lifestyle). Der ROAS schwankt stärker, weil die Nutzer nicht aktiv suchen.
  • TikTok ist ein aufstrebender Kanal mit Potenzial, aber die Performance ist noch weniger vorhersagbar. Ideal für Markenaufbau bei jüngerem Publikum.
  • LinkedIn lohnt sich trotz niedrigem ROAS im B2B, wenn der Deal-Wert hoch genug ist. Bei einem durchschnittlichen Auftragswert von 20.000 € reicht ein ROAS von 2.

Unsere Empfehlung für Unternehmen in Augsburg und Umgebung: Starte mit Google Search Ads, wo die Kaufintention am höchsten ist. Ergänze dann Meta Ads für Retargeting und Neukundengewinnung. Teste TikTok nur, wenn deine Zielgruppe unter 35 ist und dein Produkt visuell stark ist.

ROAS vs. ROI, Der wichtige Unterschied

ROAS und ROI werden oft verwechselt, messen aber unterschiedliche Dinge:

ROASROI
MisstUmsatz pro Werbe-EuroGewinn pro investiertem Euro
FormelUmsatz ÷ Werbekosten(Gewinn − Kosten) ÷ Kosten
BezugsgrößeNur Werbekosten (Ad Spend)Alle Kosten (Ads + Personal + Tools + Agentur)
Typischer Wert3,850,200 %
EinsatzKampagnensteuerungGesamtbewertung Marketing

Beispiel: Du gibst 2.000 € für Google Ads aus und generierst 10.000 € Umsatz. Zusätzlich zahlst du 500 € Agenturgebühr und 200 € für Tracking-Tools.

  • ROAS = 10.000 € ÷ 2.000 € = 5,0
  • ROI = (10.000 € − 2.000 € − 500 € − 200 €) ÷ (2.000 € + 500 € + 200 €) = 270 %

Beide Kennzahlen haben ihre Berechtigung. Der ROAS eignet sich für die tägliche Kampagnenoptimierung, der ROI für die strategische Bewertung. Wir empfehlen: ROAS für operative Entscheidungen, ROI für die Monats- und Quartalsanalyse.

So optimierst du deinen ROAS, 5 Hebel aus der Praxis

Aus unserer Arbeit mit über 100 Kampagnen für Unternehmen in Augsburg und deutschlandweit kennen wir die wirksamsten Stellschrauben:

1. Keyword-Hygiene in Google Ads: Prüfe wöchentlich deine Suchbegriffe. Schließe irrelevante Begriffe als negative Keywords aus. In unseren Kampagnen steigert allein diese Maßnahme den ROAS durchschnittlich um 15,25 %.

2. Conversion-Tracking sauber aufsetzen: Ohne korrektes Tracking sind alle ROAS-Werte wertlos. Stelle sicher, dass du den tatsächlichen Umsatzwert übergibst, nicht nur die Conversion-Anzahl.

3. Zielgruppen segmentieren: Nicht jeder Klick ist gleich viel wert. Segmentiere nach Gerät, Standort und Tageszeit. Oft liefern bestimmte Segmente einen doppelt so hohen ROAS wie andere.

4. Landing Pages optimieren: Der beste Traffic verpufft auf einer schlechten Landing Page. A/B-teste Headline, CTA und Seitenstruktur. Eine Conversion-Rate-Steigerung von 2 % auf 3 % verbessert deinen ROAS um 50 %.

5. Gebotsstrategien richtig einsetzen: Target-ROAS-Strategien in Google Ads brauchen mindestens 50 Conversions in 30 Tagen für stabile Ergebnisse. Starte mit Maximize Conversions und wechsle erst bei ausreichender Datenbasis.

Häufig gestellte Fragen zum ROAS

Wie berechnet man den ROAS?

ROAS = Umsatz aus Werbung ÷ Werbekosten. Ein ROAS von 5 bedeutet: Für jeden investierten Euro kommen 5 Euro Umsatz zurück. Die Berechnung ist simpel, die richtige Interpretation erfordert jedoch immer den Kontext deiner Gewinnmarge.

Was ist ein guter ROAS?

Ein guter ROAS hängt von der Branche und Gewinnmarge ab. Im E-Commerce gelten Werte ab 4,6 als gut, im B2B reichen oft 3,5, und im SaaS-Bereich sind 6,10 üblich. Entscheidend ist, dass dein ROAS über deinem individuellen Break-Even-ROAS liegt.

Was ist der Unterschied zwischen ROAS und ROI?

Der ROAS betrachtet nur Werbekosten im Verhältnis zum Umsatz. Der ROI bezieht alle Kosten ein (Personal, Tools, Agentur) und misst den tatsächlichen Gewinn. ROAS eignet sich für die tägliche Kampagnensteuerung, ROI für die strategische Gesamtbewertung.

Wie berechnet man den Break-Even-ROAS?

Break-Even-ROAS = 1 ÷ Gewinnmarge. Bei 25 % Marge liegt der Break-Even-ROAS bei 4,0, erst ab diesem Wert ist die Kampagne profitabel. Ohne diese Berechnung weißt du nicht, ob dein ROAS tatsächlich Gewinn abwirft.

Warum kann ein hoher ROAS trotzdem Verlust bedeuten?

Weil der ROAS nur den Umsatz misst, nicht den Gewinn. Bei niedriger Marge, hohen Retourenquoten oder versteckten Nebenkosten kann ein ROAS von 4 oder 5 immer noch ein Verlustgeschäft sein. Deshalb empfehlen wir, zusätzlich den POAS (Profit on Ad Spend) zu berechnen.

Welcher ROAS ist bei Google Ads normal?

Branchenübergreifend liegt der durchschnittliche ROAS bei Google Ads zwischen 2:1 und 4:1. Im E-Commerce (Shopping-Kampagnen) sind Werte von 5,10 realistisch, im B2B eher 3,5. Diese Werte schwanken je nach Wettbewerbsdichte und Keyword-Bereich.

Jetzt deinen ROAS professionell optimieren

Du kennst jetzt die Formel, die Benchmarks und die typischen Fallstricke. Aber Theorie und Praxis sind zwei Paar Schuhe. Als Google Ads zertifizierte Performance-Marketing-Agentur aus Augsburg helfen wir dir, deinen ROAS nicht nur zu berechnen, sondern systematisch zu steigern.

Was du als nächstes tun kannst:

Ob lokaler Mittelständler in Augsburg oder deutschlandweiter E-Commerce, wir bringen deine Werbeausgaben auf Kurs. Schreib uns oder ruf an.

PP

Philipp Pötzinger

Performance Marketing Experte bei Scaleee

Ich helfe Unternehmen dabei, mit datengetriebenem Marketing mehr Leads und Umsatz zu generieren.

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